Konvent der Fachschaften
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Open Access

Der Konvent der Fachschaften der LMU München hat am 20. Juni 2012 beschlossen:

1. Die Ergebnisse öffentlich finanzierter Forschung sollen so publiziert werden, dass sie öffentlich zugänglich sind. Dies kann vor allem durch sogenannte „Open-Access“-Journale geschehen.
2. Wissenschaftliche Urheber sollen nach der kommerziellen Erstveröffentlichung ihre Verwertungsrechte zur nicht kommerziellen Nutzung wiederbekommen.


Begründung: Großverlage erwirtschaften immer höhere Renditen mit der Publikation von Forschungsergbenissen, die durch öffentliche Mittel finanziert wurden. Die Rechte, diese Publikationen und damit die Forschungsergebnisse zu nutzen, wird dann z.B. von den Universitäten erworben - wieder mit öffentlichen Mitteln in nicht unerheblichem Umfang. Außerdem werden die Zeitschriften häufig nur in Bündeln verkauft, was die Verträge noch teurer macht. Auch bei wissenschaftlichen Buchveröffentlichungen wird ein erheblicher Teil des Gewinns durch die Verlage abgegriffen. Gegen diese Praxis soll sich die Positionierung richten.
Es kommt momentan Bewegung in dieses Gebiet und man will diese Zustände nicht mehr dulden.
Harvard empfiehlt die Veröffentlichung in Open-Access-Journalen; ein Cambridge-Professor hat zum Elsevier-Boykott aufgerufen (Elsevier ist einer der größten Wissenschaftsverlage), dem sich bereits 11.000 Wissenschaftler angeschlossen haben. Auch hier in Deutschland wächst der Unmut: Sowohl die Mathematik an der TUM als auch z.B. das Konrad-Zuse-Zentrum in Berlin arbeiten nicht mehr mit Elsevier zusammen. Weitere Universitäten überlegen sich ähnliche Schritte. Es gibt außerdem bereits diverse von der EU geförderte Open-Access-Projekte.
Quellen:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/boykott-von-fachzeitschriften-geknebelte-wissenschaft/6661204.html
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/tu-muenchen-mathematiker-beteiligen-sich-an-elsevier-boykott-a-832454.html
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/forscher-boykottieren-elsevier-verlag-a-820819.html
http://www.thecostofknowledge.com/ -der Boykottaufruf
http://www.elsevier.com/wps/find/intro.cws_home/elsevieropenletter - die Antwort von Elsevier
http://de.wikipedia.org/wiki/Open_access