Konvent der Fachschaften
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Gute Lehre

Gute Lehre

Studienorientierung

An der LMU werden Projekte für sogenannte Self-Assessments über das Programm "Lehre@LMU" gefördert. So können sich Studieninteressiert bereits vor dem Studium mit dem gewünschten Fach auseinandersetzen und selbst eine fundierte Entscheidung bei der Studienwahl treffen. Dieses Self-Assessment gibt es an der LMU zum Beispiel in der Philosophie.

Eine Überblicksseite über weitere Online Self-Assessments (OSAs) bietet Bildung & Begabung HIER.

Bologna

Mit den Bologna-Reformen haben sich die Rahmenbedingungen für das Studium an deutschen Universitäten deutlich verändert. Unverändert stellt sich aber die Frage, wie Universitäten ihrer Aufgabe am besten nachkommen, ihren Studierenden gutes Studium zu ermöglichen, welches Verständnis der Rollen von Studierenden und Lehrenden hierfür nötig ist, welche Anforderungen gute Studienangebote erfüllen müssen, welche Maßnahmen dazu geeignet sind, die Qualität von Studium und Lehre laufend zu verbessern, und welche Akteure für die bestmögliche Gestaltung der Studienangebote von Bedeutung sind.

Mit den Grundsätzen des Konvents der Fachschaften zu Studium in der Zeit nach den Bologna-Reformen bezieht der Konvent der Fachschaften ausführlich Position zu insgesamt 14 Themenbereichen.

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Bessere Betreuungsrelationen

Die strukturelle Unterfinanzierung der Hochschulen führt zu Betreuungsrelationen, die eine sinnvolle Lehre unmöglich machen. Eine Aufstockung der Stellen ist unbedingt notwendig.

Da das Hauptziel eine Verbesserung der Betreuungsrelation ist, bevorzugen wir bei begrenzten finanziellen Mitteln eine Aufstockung der Juniorprofessuren und Mittelbaustellen. Eine weitere kostengünstige Möglichkeit stellen in vielen Fällen studentische TutorInnen dar.

Gerade am Beginn des Studiums muss Studieren erst gelernt werden. Die bestehenden Angebote zum Studienbeginn sollen daher gebündelt und ausgebaut werden. Erstsemester werden in Kleingruppen <15 von Studierenden höherer Semester betreut. Eine möglichst enge Betreuung, die bereits eine Woche vor Vorlesungsbeginn startet und sich über das gesamte erste Semester erstreckt, schafft gleich zu Studienbeginn einen engen Bezug zur Universität. Die studentischen BeraterInnen werden entsprechend geschult.


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Tutorensystem

Zur Verbesserung der Betreuungsrelationen sollen auch studentische TutorInnen eingestellt werden. So können Studierende höherer Semester begleitend zu großen Veranstaltungen Tutorien für kleine Gruppen von Studierenden (<20) anbieten.

Um ein Tutorium erfolgreich zu leiten, sind grundlegende Kenntnisse in Didaktik (Strukturierung einer Lehrveranstaltung, Lernpsychologie und -methoden, Aktivierung), Präsentation (Sprache, Körpersprache, Medienkompetenz) sowie Moderation und Beratung (Fragetechniken, Zuhören, Feedback geben, Motivation) nötig. In Tutorenschulungen werden entsprechende Fähigkeiten vermittelt. Weiterhin gibt es regelmäßige Supervisionsrunden mit anderen TutorInnen, die von einer didaktisch und psychologisch kompetenten Person begleitet werden.

Die Tutorien sollen evaluiert werden, damit TutorInnen Rückmeldung zu ihrer Lehrleistung erhalten und im nächsten Semester gezielt gute TutorInnen wieder angesprochen werden können.

Als wünschenswerter Nebeneffekt können Studierende so nah an ihrem Fachstudium etwas Geld verdienen und erwerben selbst wichtige Kompetenzen.


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Hochschuldidaktik

Von Dozierenden wünschen wir uns, dass sie auch auf individuelle Fragen Antworten und zur Weiterentwicklung der Fähigkeiten Ratschläge geben. Wenn Dozierende nicht nur fachlich sondern auch didaktisch kompetent sind, fällt Studierenden erfolgreiches Lernen leichter. Für Dozierende auf allen Ebenen, studentische und wissenschaftliche Hilfskräfte, den universitären Mittelbau sowie ProfessorInnen, sollen Kurse zur Verbesserung der Lehre angeboten werden. Bestehende Angebote müssen ausgebaut und ggf. gebündelt werden. Didaktikschulungen werden zudem verstärkt bei Lehrenden beworben.

Wir brauchen geeignete Fortbildungsangebote, damit es Dozierenden gelingt, die Erkenntnisse aktueller Lernforschung zu berücksichtigen und in ihren Lehrveranstaltungen anzuwenden. Studierende werden so bei ihrem persönlichen Lernprozess besser unterstützt.

Die Dozierenden sollen zudem gezielt verschiedene Lerntechniken vermitteln, derer sich die Studierenden bedienen können.

Einrichtungen zur Hochschuldidaktik


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Preise für Gute Lehre

Um der Lehre mehr Wertschätzung und Sichtbarkeit zu verleihen, können Fachschaften oder Fakultäten auch Lehrpreise verleihen. Oft können alle Studierenden eines Faches Lehrende nominieren (Preisträger können z.B. in den beiden Folgejahren nicht für den Preis nominiert werden). In einer Online-Abstimmung entscheiden die Studierenden anschließend über die beiden Preisträger in den Kategorien „Habilitierte” und „Nicht-Habilitierte”.

Wer Beispiele sehen möchte, kann das in der Philosophie oder der Chemie und Biochemie tun.

Gesprächsrunden

Für erfolgreiches Lernen ist ein regelmäßiger Austausch über angestrebte Lernziele und eingesetzte Methoden in den einzelnen Modulen hilfreich. So können Probleme erkannt und entschärft werden. Ebenso lassen sich Unstimmigkeiten im Studiengang leichter ausbessern, wenn Studierende in regelmäßigen Gesprächsrunden aufgefordert sind, Mängel zu benennen und eigene Ideen und Vorschläge anzubringen.

Wir setzen uns daher für institutionalisierte Gesprächsrunden auf allen Ebenen der Universität zum Thema gutes Studium ein. So herrscht ein Klima der selbstverständlichen und kontinuierlichen Weiterentwicklung der Studienangebote.


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Was schreiben andere?

  • Positionspapier der Jungen Akademie zur Zukunft der Lehre
  • Empfehlungen des Wissenschaftsrats zur Qualitätsverbesserung von Lehre und Studium

 

Du interessierst dich für das Thema Gute Lehre? Dann wende dich an das Referat für Studium.