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10.11.2010 - Audimaxbesetzung hat Geburtstag

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Ein Jahr nach der Audimax-Besetzung – Probleme aktuell wie nie!

Am 11.11.2009 wurde das Audimax der LMU von Schülerinnen, Schülern und Studierenden besetzt, um für bessere Bildung zu demonstrieren. Die damals aktuellen Themen haben nichts von ihrer Brisanz verloren. Studiengebühren, Unterfinanzierung des Bildungssystems, Bologna-Reform und mangelnde Mitbestimmung beschäftigen die Studierenden und Lehrenden auch heute noch.

In der am heutigen Mittwoch im Hochschulausschuss des Landtags diskutierten Hochschulgesetzesnovelle werden unter anderem neue Studiengebühren für berufsbegleitende Master-Studiengänge in Höhe von bis zu 2000 Euro geplant. Tobias Dillschnitter aus der Geschäftsführung der Studierendenvertretung der LMU dazu: „Erst nicht genügend Masterplätze zu schaffen und dann die Bachelor-Absolventen auf ein kostenpflichtiges Studium zu verweisen, das sich nur wenige werden leisten können, ist äußerst besorgniserregend. Das ist nicht der richtige Weg, die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen auszugleichen.“

Die europaweiten Universitätsbesetzungen haben die Debatten über Sinn, Zweck und Struktur der Bildung in einem breiten gesellschaftlichen Rahmen wieder neu entfacht. Auch gravierende Probleme der Bologna-Reform, wie beispielsweise zu hoher Prüfungsdruck, werden jetzt erstmals erfolgreich angegangen. Die mittlerweile angelaufene Reform hat in bis dato einzigartiger Weise aufgezeigt, dass eine enge Zusammenarbeit von Studierenden und Politik notwendig ist. „Besonders vor diesem Hintergrund ist es uns nicht verständlich, weshalb sich Politik und Hochschulen weiterhin gegen mehr studentische Mitbestimmung sträuben“, so Esther Dammer, ebenfalls Geschäftsführerin, und fügt hinzu: „Wissenschaftsminister Heubisch hat mit seiner Absage an mehr studentische Mitbestimmung und eine verfasste Studierendenschaft einen gravierenden Fehler bezüglich der Zukunftsfähigkeit der bayerischen Hochschulen begangen.“

Friedrich Siemers, ebenfalls Geschäftsführer, und Raphael Wiegand von UniBrennt erklären übereinstimmend: „Wir Studierende verfolgen kritisch die aktuellen Entwicklungen in der Bildungspolitik. Sollte es nötig werden, wird es wieder zu massiven Protesten kommen.“